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Sonntag, 05. September 2010

Den Nahostkonflikt weiter zugespitzt

01.06.2010
von:  DIE LINKE Stadtverband Jena

LINKE Jena verurteilt Angriff auf Gaza-Hilfskonvoi

„Diese Aktion hat fĂŒr mich klar gezeigt, dass die Politik Israels im Umgang mit seinen palĂ€stinensischen Nachbarn und deren UnterstĂŒtzern auf Konfrontation ausgerichtet ist“, kommentiert Kai Bekos den am frĂŒhen Montagmorgen erfolgten Angriff von israelischen StreitkrĂ€ften auf einen Hilfskonvoi im Mittelmeer. Dieser war von Zypern aus auf dem Weg nach Gaza, um die anderthalb Millionen dort lebende PalĂ€stinenser mit HilfsgĂŒtern zu versorgen. Der Vorsitzende der LINKEN Jena meint, mit diesem aggressiven Vorgehen habe die israelische Politik den Nahost-Konflikt rĂŒcksichtslos weiter zugespitzt, Grenzen des Völkerrechts ĂŒberschritten und die Grundlage fĂŒr eine neue Spirale der Gewalt gelegt.
„Der Überfall auf eine zivile, internationale Flottille der Organisation ‚Free Gaza‘ durch militĂ€rische Spezialeinheiten und die damit einhergehende Tötung von Teilen der sich verteidigenden Besatzung ist eine nicht hinzunehmende Gewalteskalation neuer QualitĂ€t. Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit ist hier mit FĂŒĂŸen getreten worden obwohl es ĂŒberhaupt keinen Grund zu einer blutigen Auseinandersetzung gegeben hat“, zeigt sich der Linkspolitiker entsetzt. Es liege auf der Hand, dass dieses brutale Verbrechen den KrĂ€ften im Israel-PalĂ€stina-Konflikt, die auf militĂ€rische und gewaltsame Lösungen setzen, weiteren Auftrieb verleihe und gemĂ€ĂŸigte KrĂ€fte radikalisiere. Und darunter werden sowohl die israelische als auch die palĂ€stinensische Bevölkerung zu leiden haben.
Mit Erleichterung nahm man ihn Jena die Nachricht auf, dass die in den Vorfall involvierten PolitikerInnen der LINKEN körperlich unversehrt sind. An Bord eines der gestĂŒrmten Schiffen waren unter anderem die beiden Bundestagsabgeordneten der LINKEN, Inge Höger und Annette Groth, sowie der ehemaliger Parlamentarier Norman Paech.
Bei aller Kritik, die von verschiedenen Seiten an der MilitĂ€roperation geĂŒbt wurden ist und die auch notwendig sei, betonte Bekos jedoch eines: „Die Debatte darf niemals in eine Richtung abgebogen werden, die das Existenzrecht eines souverĂ€nen Staates Israel in Frage stellt. Genau so fĂŒrchte ich bereits jetzt schon die Wortmeldungen von den geistigen Brandstiftern, die versuchen werden, aus dem außen- und sicherheitspolitischen Verhalten der israelischen Regierung eine antisemitische Kritik zu formulieren.“