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Katharina König, Harald Zeil

AG Jugendarbeit Jena

I. Kinder- & Jugendarbeit und Schule

1. Jugendförderplan

Integration der Themen Drogenprävention, Medienpädagogik, psychosoziale Gesundheit und Inklusion im Rahmen der Jugendarbeit in den Jugendförderplan:

Die genannten Themen stellen Querschnittsaufgaben aller durch den Jugendförderplan geförderten Einrichtungen und Projekte dar. Dazu müssen diese personell und materiell in die Lage versetzt werden, diese Aufgaben auch zu erfüllen. Die bestehenden einrichtungsübergreifenden Projekte wie Netpäd müssen in ihrer personellen und materiellen Ausstattung gestärkt werden.
Durch eine gravierende Fehlentscheidung der Verwaltung (des Gesundheitsamtes) wurde die niedrigschwellige Drogenprävention in Jena stark geschwächt. Der begonnene Neuaufbau auf Initiative des Jugendhilfeausschusses muss weiter begleitet werden und auf sich entwickelnde Bedarfe schnell reagiert werden.
Für neu entstehende Initiativen auf den genannten Gebieten existieren im laufenden Jugendförderplan Fonds. Deren Höhe sollte sich an den Bedarfen orientieren , der Zugang und die Verwendung der Mittel sollten einerseits unbürokratischer werden und andererseits  Qualitätskriterien folgen.

Wie stehen Sie zu einer in den kommenden Jugendförderplänen fest verankerten, automatischen Tarifangleichung unter Gleichbehandlung aller Träger?

Wir unterstützen eine automatische Tarifangleichung. In Jena besteht eine vielfältige Träger-Landschaft im Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Das sogenannte Hoheitsprinzip der Träger beinhaltet auch, dass es unterschiedliche Tarifverträge gibt. Einen möglichen Eingriff („Gleichbehandlung“) in die Hoheit der Träger lehnen wir ab. Wir unterstützen jedoch bspw. Vorschläge wie, dass die Personalkosten in Höhe des TVÖD refinanziert werden und somit Budgetierung aufgrund einer pauschal eingestellten Personalkostensumme verhindert wird.

 

2. Kooperation Schule, Jugendarbeit & Politik

Wie stehen Sie zu einer personellen Aufstockung [der Schulsozialarbeit]?

Die LINKE steht für eine Ausweitung der Schulsozialarbeit auch auf Grundschulen und die Jahrgangsstufen 1-4 der Gemeinschaftsschulen. Ebenso unterstützen wir eine erhöhte personelle Ausstattung der Schulsozialarbeit. Zur Finanzierung sollten Bund, Land und Kommunen zusammenarbeiten. 
Bei der anstehenden Überarbeitung des Stellenschlüssels sollten neben den Schüler*innenzahlen auch die sozialräumliche Situation und die sich daraus ergebenden Herausforderungen der jeweiligen Schule Berücksichtigung finden. Die Stadt Jena sollte auch weiterhin die über die vom Land gestellten Mittel hinaus gehenden Kosten tragen. Eine mittel- oder langfristige Finanzierung von halben Stellen im Bereich der Sozialen Arbeit halten wir für problematisch. 
Die LINKE tritt für die Förderung von Projekten der Jugendarbeit an Schulen zu Themen wie Mobbing, Digitalisierung, Sexualität, Drogen, politische Bildung und interkulturelle Bildung ein.

Künftige Schulnetzplanung durch den Jugendhilfeausschuss:

Wir unterstützen die Aussage, dass im Bereich der Schulnetzplanung ein deutlich höherer Grad der gesellschaftlichen Partizipation und die Einbeziehung der verschiedenen Akteure in den Bildungslandschaften notwendig ist. Der Jugendhilfeauschuss sollte in der Schulnetzplanung zumindest deutlich stärker als bisher einbezogen werden und bspw. zwei Mitglieder in diesen – mindestens mit beratender Stimme - entsenden.

 

II. Stadtleben

1. Umsetzung der Kommunalen Beteiligungsstrategie für Kinder und Jugendliche in der Stadt Jena (2014)

Umsetzung der Beteiligungsstrategie:

Die Partizipationsstrategie für Kinder und Jugendliche muss konsequent umgesetzt werden, dabei ist darauf zu achten, dass die Interessen aller Kinder und Jugendlichen berücksichtigt werden, z.B. auch derjenigen, die nicht im Jugendparlament vertreten sind. Die bisherige Praxis bei der Beratung des Jugendförderplans, der Gestaltung von Spielplätzen und Kinder und Jugendliche betreffende Baumaßnahmen, ist weiter auszubauen und insbesondere auf die Nutzung von städtischen Freiflächen auszudehnen. Die Einrichtung von Partizipationsbeauftragten in allen Dezernaten halten wir für sehr sinnvoll und unterstützen diese.

 

2. Freiräume

Die LINKE tritt für eine Absicherung der offenen Kinder- und Jugendarbeit ein und für die bedarfsgerechte Förderung der Jugendverbandsarbeit

Jugendliche und junge Erwachsene nutzen öffentliche Räume - nicht nur im Zentrum - als Treff- und Sozialisationspunkte. Hier halten wir es für notwendig, bspw. überdachte Flächen zu schaffen, welche mit Steckdosen und offenem WLAN ausgestattet sind. Ebenso sollten mehr kostenfreie Toiletten im öffentlichen Raum (bspw. Nähe Theaterplatz, Campus, etc.) zur Verfügung gestellt werden. Eine Verdrängung und verschärfte repressive Maßnahmen, welche das Ziel verfolgen, Jugendlichen und jungen Erwachsenen den öffentlichen Raum zu nehmen, lehnen wir ab. Im Zusammenspiel u.a. mit Akteuren der Jugendarbeit sollten divergierende Interessen bspw. von Anwohner*innen und Jugendlichen bearbeitet und gelöst werden. Wir fordern im Sinne der Partizipationsstrategie eine Überprüfung und Anpassung der Genehmigungspraxis von open-air-Veranstaltungen,
die schrittweise Umsetzung der Ergebnisse aus den Zukunftswerkstätten,kostenfreie Plakatflächen zur Bewerbung nichtkommerzieller Veranstaltungen,die Schaffung bzw. Zur-Verfügung-Stellung von Räumlichkeiten, die die Stadt Jugendlichen zur kreativen Nutzung überlässt.

Wir fordern eine am Bedarf orientierte Förderung der Soziokultur.

 

3. Mobilität

Die LINKE setzt sich für kostenfreien Nahverkehr ein und unterstützt jegliche Maßnahmen, welche dies in einem ersten Schritt Kindern und Jugendlichen ermöglicht. Als Zwischenschritt halten wir die Einführung eines 1-Euro-Tickets für sinnvoll.

Wir wollen außerdem eine höhere Attraktivität des Nahverkehrs und eine verbesserte Anbindung der Randgebiete,eine auch an den Interessen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen orientierte Taktung - insbesondere an den Wochenenden und in den Abend- bzw. Nachtstunden, Anschaffung von Bussen und Bahnen mit umweltfreundlichen Antrieben, freies W-Lan in den Bussen und Bahnen des Nahverkehrs,eine höhere Verkehrssicherheit insbesondere auf Schulwegen.

Wir setzen uns ein für ausreichend breite Fahrradwege mit durchgehender Trennung von Fußwegen, klarer und sichtbarer Beschilderung, regelmäßiger Wartung und Räumung sowie mehr Fahrradstellplätze.