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Ehrlich Danke sagen bedeutet, "systemrelevante" Berufe aufzuwerten

Der 1. Mai 2021 steht im Zeichen der Corona-Krise: Weltweit können 1. Mai-Kundgebungen nicht stattfinden. DIE LINKE.Jena unterstützt entschlossen das Ziel, die Zahl der Neuansteckungen so gering wie möglich zu halten. Deswegen wird der Stadtverband kontaktlos Flyer in die Jenaer Briefkästen verteilen und lädt zur Online-Diskussion "Menschen vor Profite" mit den Beschäftigten des Uniklinikums Jena Ellen Ost, Susanne Kipping und Maria Rüthrich ein. 

Die Themenwahl erläutert die Vorsitzende Julia Langhammer: "Mit unserer Diskussion greifen wir die jetzt zentrale soziale Frage auf: Wie werden die Lasten der Krise verteilt? Die Verteilungskämpfe haben begonnen. Für DIE LINKE ist klar: Die Krisenkosten dürfen nicht auf den Arbeitsnehmerinnen und Arbeitnehmern abgeladen werden."

Dazu gehöre die Diskussion über das Gesundheitssystem und die Wertschätzung der Arbeit für andere Menschen. "Wir sagen zum 1. Mai 2021: Den Menschen, die die Gesellschaft am Laufen halten, ehrlich Danke zu sagen, bedeutet, ihre "systemrelevanten" Berufe aufzuwerten, durch bessere und sicherere Arbeitsbedingungen, gute tarifliche Bezahlung und Mitbestimmung durch Betriebsräte. Das haben sie verdient", so Nicole Griesbach, Co-Vorsitzende der Jenaer LINKEN.

Hintergrund:
Die Pflegekräfte des UKJ und vieler anderer Kliniken haben im letzten Jahr für einen Entlastungstarifvertrag gekämpft. Sie haben es satt, dass nicht die medizinische Notwendigkeit, sondern ökonomischer Druck den Arbeitsrhythmus vorgeben. Der Pflegenotstand ist noch lange nicht vorbei. In der Altenpflege wird immer noch miserabel verdient, für effektiven Arbeitsschutz fehlen Material und Zeit.

Beschäftigte in oft prekären Arbeitsverhältnissen haben im Shutdown die Gesellschaft am Laufen gehalten; im Einzel- und Versandhandel, bei Paket- und Lieferdiensten, als Saisonkräfte in der Landwirtschaft, im Sicherheitsgewerbe und in der Reinigung. Sie haben eher schlechte Arbeits- und Einkommensbedingungen. Dafür sind sie besonderen Risiken ausgesetzt.  

In der guten Arbeitsmarktsituation der vergangenen Jahre konnten Beschäftigte einige Fortschritte bei Arbeitsbedingungen und Bezahlung erkämpfen. Bei dem zu erwartenden Konjunktureinbruch drohen Errungenschaften unter die Räder zu geraten. Dem wird DIE LINKE entgegentreten.