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Equal-Pay auch wichtig in Zeiten der Corona-Krise - Die Arbeit von Frauen ist systemrelevant!

Die Vorsitzenden der Partei DIE LINKE. Jena erklären gemeinsam zum heutigen Equal-Pay-Day: "Wir sagen nicht nur freundlich Danke für eure Leistung für die Gesellschaft. Wir wollen, dass ihr Frauen bekommt, was ihr für eure großartige Arbeit jeden Tag wieder verdient."

Rechnerisch mussten Frauen bis zum heutigen 17. März arbeiten, um das gleiche Einkommen seit dem 01. Januar 2019 zu erzielen, dass ihre männlichen Kollegen schon mit dem 31.12.2019 auf dem Konto hatten. Die Differenz der Einkommen von Männern und Frauen errechnet das Statistische Bundesamt jährlich durch den Vergleich der Bruttostundenlöhne. Dabei zeigt sich: Im Jahr 2019 erhielten Männer 22,16 € und Frauen 17,72 € durchschnittlich, eine geschlechtsspezifische Entgeltlücke von 20%.

"Seit 2010 ist die Lücke um stolze 2% geschrumpft; in Ostdeutschland hatte sie sich zwischenzeitlich sogar vergrößert. Dieser Fortschritt ist eine Schnecke und die halbherzigen Beschlüsse der Großen Koalition, daran etwas zu ändern, haben offenbar bisher zu nichts geführt", fasst Felix Ihle zusammen.

Nicole Grießbach ergänzt: "Frauen arbeiten nach wie vor mehrheitlich in Branchen, die mit der Sorge für Menschen zu tun haben und in denen oft schlecht entlohnt wird. Dabei ist diese Arbeit für die Gesellschaft mindestens so unverzichtbar, wie Ingenieurdienstleistungen oder Autoproduktion. Frauen haben also mehr verdient."

"Im Moment schauen alle gebannt auf die Leistungsfähigkeit medizinischer Einrichtungen sowie auf die Sicherheit von pflegebedürftigen Menschen und viele merken erstmals, wie anstregend und wichtig die Arbeit im Einzelhandel ist. Das sind typische Frauenberufe und diese sind nicht nur in der Krise systemrelevant!", so Julia Langhammer.

"Die zumeist weiblichen Beschäftigten der Großwäscherei Elis in Neustand/Orla kämpfen bespielsweise seit Monaten für eine tarifliche Bezahlung. Dort wird die Wäsche des Universitätsklinikums Jena gewaschen und nur Mindestlohn gezahlt. Aktuell muss man wohl niemandem erklären, wie wichtig Krankenhaushygiene ist. Die Kolleginnen von Elis haben bei ihrem Arbeitskampf unsere Unterstützung", erklärt Dmitri Zelenin.