Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Jenaer LINKE unterstützt Radentscheid

Der Vorstand der Jenaer LINKEN hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, das Bürgerbegehren Jenaer Radentscheid zu unterstützen. Die LINKE erwartet davon Rückenwind für die sozial-ökologische Stadtentwicklung.

Hervorgehoben wurde in der Stadtvorstandssitzung die Forderung, baulich getrennte Rad- und Fußwege vor allem an den Hauptverkehrsstraßen zu schaffen. Seit vielen Jahre werde mit hübschen Kampagnen für das Radfahren geworben. Das bringe aber wenig, wenn die Wege für sicheres und komfortables Radfahren weiterhin fehlen. Zu wünschen übrig lasse auch die sehr unterschiedliche Versorgung der Ortsteile mit Radwegen und die teilweise sehr schlechte Anbindung an die Innenstadt. Bei der weiteren Planung müsse auch stärker auf Barrierefreiheit und die Bedürfnisse von Menschen mit Behindungen geachtet werden.

Theresa Pünsch, Mitglied des Stadtvorstands und aktiv beim  Radentscheid, erläutert ihre Motivation:  "Die Verkehrswende lässt sich nur realisieren, indem praktikable Alternativen zum motorisierten Individualverkehr angeboten werden. Hierfür fehlt in Jena derzeit noch ein zusammenhängendes und verlässliches Radverkehrsnetz, das den hohen Mobilitätsbedarf auf einladende Art und Weise abdeckt. Jeder Mensch sollte sich unterwegs mit dem Fahrrad sicher fühlen können."

"Nur mit abgetrennten, sicheren Fuß- und Radwegen werden auch ältere Menschen und Familien mit Kindern Rad fahren. Durch bauliche Trennung werden auch Konflikte mit zu Fuß Gehenden vermieden, die immer entstehen, wenn sich alle, die nicht Auto fahren, auf viel zu engem Raum ballen müssen", bekräftigt das Mitglied des Vorsitzendenteams Julia Langhammer.

Auch unabhängig vom Radentscheid bekennt sich die Partei DIE LINKE zur direkten Demokratie und begrüßt das aktive Eingreifen der Einwohnerinnen und Einwohner in die politische Entscheidungsfindung. Die aktuelle Thüringer Rechtslage geht auf das Volksbegehren "Mehr Demokratie in Thüringer Kommunen" zurück, für die Thüringer LINKE als Teil eines breiten Bündnisses gekämpft hatte.