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Bürgerbudget macht Versäumnisse bei der Klimaanpassung sichtbar

Die Einreichungsfrist für das diesjährige Bürgerbudget in Jena ist abgeschlossen. Für die Fraktion Die Linke im Stadtrat Jena senden die zahlreichen Vorschläge zur Klimaanpassung ein unmissverständliches Signal: Die Menschen erwarten, dass die Stadt deutlich schneller auf die Folgen der Klimakrise reagiert. Besonders auffällig ist die große Zahl an Vorschlägen, die eine bessere Verschattung von Spielplätzen fordern.

„Wenn immer wieder derselbe Wunsch geäußert wird, dann handelt es sich nicht um Einzelinteressen, sondern um einen offensichtlichen Mangel. Dass Eltern und Familien über das Bürgerbudget Verschattung auf verschiedenen Spielplätzen einfordern müssen, zeigt, dass die Stadt beim Thema Klimaanpassung noch erheblichen Nachholbedarf hat“, erklärt Jens Thomas, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Stadtrat Jena.

Aus Sicht der Fraktion zeigen die Vorschläge, dass die Folgen immer heißerer Sommer längst im Alltag der Menschen angekommen sind. Spielplätze ohne Schatten werden an vielen Tagen zur Belastung statt zu Orten, an denen Kinder sicher spielen können. Was heute über das Bürgerbudget eingefordert wird, hätte längst Bestandteil der Umsetzung des Hitzeaktionsplans sein müssen.

„Klimaanpassung darf nicht erst stattfinden, wenn Bürgerinnen und Bürger Defizite über das Bürgerbudget sichtbar machen. Trinkbrunnen, Wassersprüher und Verschattung sind bereits Bestandteil beschlossener Klimaanpassungsmaßnahmen – aber wo bleibt die Umsetzung?“, fragt Thomas.

Die Fraktion Die Linke fordert, die zahlreichen Vorschläge als klaren politischen Auftrag zu verstehen. Die Stadt müsse bei der klimagerechten Anpassung des öffentlichen Raums deutlich schneller vorankommen. Die Häufung entsprechender Vorschläge zeige, dass der Handlungsbedarf stadtweit besteht.

„Das Bürgerbudget ist ein Seismograf für die Anliegen der Menschen in Jena. Wer die Vielzahl der Vorschläge zur Klimaanpassung ignoriert, ignoriert die Lebensrealität vieler Familien. Jetzt ist der Zeitpunkt, aus einzelnen Bürgerideen eine konsequente kommunale Strategie für eine klimaangepasste Stadt zu entwickeln“, so Jens Thomas abschließend.

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