Die Linke fordert Sicherung von Gärten und Grünflächen im Flächennutzungsplan
Die Linke im Jenaer Stadtrat kritisiert, dass in der Fortschreibung des Flächennutzungsplans hauptsächlich Gartenflächen in Bauland umgewandelt werden soll. Die Fraktion beantragt deshalb, mehrere neu vorgesehene Wohnbauflächen aus dem Flächennutzungsplan zu streichen. So sollen vor allem Klein- und Freizeitgärten als solche erhalten werden.
In der Fortschreibung des Flächennutzungsplans sieht die Stadtverwaltung vor, Kleingärten an mehreren Stellen der Stadt, etwa der Schweizer Höhe und dem Mädertal, in Bauland umzuwandeln. Das lehnt Die Linke ab. Jens Thomas, Vorsitzender der Fraktion, sagt dazu: „Es sind bereits zahlreiche Wohnbauflächen mit Bauplanungen belegt, ohne dass dort gebaut wird. Statt weiterer Flächenausweisungen fordern wir, Kleingärten in der Stadt zu erhalten. Sie tragen unmittelbar zu einem besseren Stadtklima bei, wirken der sommerlichen Aufheizung entgegen und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.“
Die Fraktion Die Linke hat deshalb einen Änderungsantrag gestellt, der den Verzicht auf die Ausweisung bestimmter Flächen als Bauland fordert. Außerdem unterstützt die Fraktion verschiedene andere Änderungsanträge, wie den der Ortsteilbürgermeisterin von Löbstedt, Frau Sippach. Dieser will verhindern, dass Gartenflächen im Ortsteil in Gewerbeflächen umgewidmet werden.
„Die Frage ist nicht nur, was wir heute bauen können, sondern auch, welche Stadt wir in zehn oder zwanzig Jahren vorfinden wollen. Die Einwohnerinnen und Einwohner haben in Löbstedt, aber auch in anderen Ortsteilen, sehr deutlich gemacht, dass die Gärten eine wichtige soziale Funktion haben. Diese Lebensqualität darf nicht Stück für Stück verloren gehen. Die Gärten einfach zuzubauen, in der Mehrzahl wohl mit sehr hochpreisigen Wohnangeboten – das machen wir nicht mit! Grünflächen, Gärten und Freiräume machen Jena für viele Menschen lebenswert. Was einmal bebaut ist, kommt nicht zurück“ erklärt Thomas abschließend.
