Die Linke kritisiert die fehlende Krankheitsreserve im Fahrpersonal des Nahverkehrs Jena
Pünktlich zum kalten Halbjahr fallen bereits wieder Nahverkehrsfahrten aus. Wie in den vergangenen Jahren drohen bei Krankheitswellen erhebliche Verschlechterungen im Angebot. Die Linke im Jenaer Stadtrat kritisiert das und sieht darin auch ein Versagen der Stadtspitze, die den Stellenplan des Nahverkehrs in den Aufsichtsgremien durchgesetzt hatte.
Aus der Beantwortung zur Großen Anfrage der Fraktion Die Linke zum Nahverkehr in Jena wird aus Sicht der Fraktion deutlich, dass keine ausreichende Krankheitsreserve beim Nahverkehr vorhanden ist. So sind die im Stellenplan vorgesehenen 210 Vollzeitstellen für eine verlässliche Einhaltung des aktuellen Fahrplans notwendig.
Jens Thomas, der Vorsitzende der Fraktion äußert dazu: „Seit Januar muss der Nahverkehr mit weniger Personal auskommen, erbrachte aber die gleiche Leistung wie zuvor. Acht Monate hat man das Fahrpersonal wissentlich überlastet. Und die Personaldecke ist weiterhin zu dünn. Es fehlt eine Reserve für Langzeiterkrankte und bei Krankheitswellen. Die Lösung kann aber nicht heißen, weiter das Angebot zusammenzustreichen. Die Lösung heißt: Ausreichend einstellen!“
„Genügend Fahrerinnen und Fahrer für die Busse und Bahnen zu haben, ist Grundvoraussetzung für einen reibungslosen Fahrbetrieb. Dass es anders geht, zeigt die Stadt Erfurt und selbst die JES, die kürzlich zusätzliche Fahrer eingestellt haben. Eine städtisch verordnete derart knappe und starre Personalplanung wie beim Jenaer Nahverkehr muss aufgebrochen und um eine Krankheitsreserve erweitert werden.“ fordert Jens Thomas.
