Linke: Bürgerbefragung soll Klarheit bringen
Die Linke reicht eine Beschlussvorlage ein, die eine Bürgerbefragung zum Thema Goethe-Schule und Bürgerbegegnungszentrum Winzerla einfordert. So soll ermittelt werden, welche Auffassung die Einwohnerinnen und Einwohner zur Frage haben.
Aus Anlass der anhaltenden Diskussion über den Neubau eines Bürgerzentrums oder der Nutzung der ehemaligen Goethe-Schule für denselben Zweck hat sich die Fraktion Die Linke mit dem Zustand des denkmalgeschützten Gebäudes näher vertraut gemacht. Die Fraktion tagte vor Ort und besichtigte die zugänglichen Teile des Bauwerks. Im Anschluss an die Begehung hat die Fraktion beschlossen, den Antrag auf eine Bürgerbefragung zu stellen. Mit diesem Schritt möchte Die Linke den Menschen im Ortsteil Gehör verschaffen.
Jens Thomas, Vorsitzender der Stadtratsfraktion, erklärt dazu: „Wir halten es für wichtig, die Einwohnerinnen und Einwohner von Winzerla selbst zu Wort kommen zu lassen. Offenbar gibt es ja den Bedarf, sich zu äußern, auch wenn die Ansichten offenbar auseinander gehen.“ Damit spielt der Stadtrat auf die beiden gegensätzlich Einwohneranträge zum Thema an. Beide hatten das nötige Mindestquorum erreicht.
Jens Thomas kritisiert: „Mit zweistelligen Millionenbeträgen für die Sanierung der Goethe-Schule wird in der Öffentlichkeit gegen das die Nutzung des Gebäudes Stimmung gemacht. Realistische Kostenschätzungen lagen zuletzt eher im Bereich, den auch der Neubau kostet - für wesentlich mehr Fläche. Dabei ist auch klar: Selbst wenn das neue Gebäude gebaut würde, müsste die Stadt sich um die denkmalgeschützte Schule kümmern.“
„Die Linke hält ein Bürgerbegegnungszentrum für Winzerla für notwendig und wünschenswert. Aber wir halten die Variante, dieses in der Goethe-Schule zu realisieren, für die nachhaltigere und bessere. Sie hat viel Potential, einen echten Mehrwert für die Menschen in Winzerla zu schaffen.“ stellt Jens Thomas abschließend fest.

