Mietennotstand und Mietenversammlung - Gemeinsam für ein gutes Leben für alle kämpfen!
Der Stadtverband DIE LINKE Jena hat sich dem am Freitag, den 7. November 2025, ausgerufenen bundesweiten Mietennotstand angeschlossen. Auch in Jena spitzt sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt weiter dramatisch zu: Die Mietpreise gehören zu den höchsten in Ostdeutschland. Gerade für junge Menschen, Alleinerziehende, Geringverdienende und Studierende wird das Wohnen in Jena zunehmend unbezahlbar.
„Die Wohnraumsituation in Jena ist längst in der Krise – und das nicht erst seit gestern,“ sagt Vorstandsmitglied Niklas Zerr. „Die Politik schaut zu, während sich große Wohnkonzerne, Investoren und Spekulanten mit immer höheren Mieten, Nebenkosten und Heizkosten auf Kosten der Menschen bereichern.“
Obwohl der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum stetig wächst, wird in Jena vor allem hochpreisig neu gebaut – und das auf begrenzter Fläche, da sich die Stadt durch ihre Lage im Saaletal kaum ausdehnen kann. Sanierungen treiben Bestandsmieten nach oben, gleichzeitig fehlt es an öffentlichen Wohnbauprojekten, kommunalen Mietobergrenzen und echten Gegenmaßnahmen. Gerade zum Semesterbeginn stehen jedes Jahr Hunderte Studierende ohne WG-Zimmer oder Wohnung da.
„Die Leute in unserer Stadt haben mehr verdient, als einen Großteil ihres Lohns für Miete und Nebenkosten ausgeben zu müssen. Wohnen ist ein Grundrecht – kein Spekulationsobjekt,“ so Zerr weiter.
DIE LINKE Jena lädt deshalb alle Interessierten, Betroffenen und Engagierten herzlich zur Mietenversammlung am 13. November von 18 bis 20 Uhr im Volkshaus Jena ein. Gemeinsam wollen wir ins Gespräch kommen: über Erfahrungen, über politische Verantwortung – und vor allem über konkrete Lösungsansätze und Aktionsformen gegen Mietenwahnsinn und Wohnraumnot in Jena.
„Unsere Stadt lebt von Vielfalt, Offenheit und Bildung – doch dafür müssen wir sicherstellen, dass alle, die hier leben und arbeiten, sich ein Zuhause leisten können. Wir laden deshalb alle ein, gemeinsam laut zu werden – gegen unbezahlbare Mieten und für ein solidarisches Jena,“ so Zerr abschließend.

